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Nintendo Game Boy, GameCube, Nintendo DS & Nintendo Wii

  1. Nintendo Game Boy

    Der "Game Boy" erschien das erste mal 1989 in Japan als Nachfolger der "Game & Watch" Reihe. Nach dem weltweiten Start in 1990 wurde der Gameboy zum Inbegriff der tragbaren Spielekonsolen (Handheld). Seitdem wurde der Gameboy in verschiedensten Varianten immer wieder überarbeitet.

    • Game Boy Classic
      Er war der erste der Game Boy-Reihe. Wesentliche Eigenschaften:
      • Auslieferung mit dem Spiel "Tetris"
      • kleiner Prozessor und Schwarzweiß-Bildschirm
      • geringe Größe (aus damaliger Sicht)
      • geringe Kosten durch sparsamen Batterieverbrauch
      • optional: wiederaufladbarer Akku
    • Game Boy Special
      Eine Special-Edition folgte mit der Ausstattung w.o. und zusätzlich:
      • 6 unterschiedliche Gehäusefarben (Rot, Gelb, Grün, Schwarz, Weiß, Blau)
      • Transportbox für das Gerät und sechs Spiele
    • Game Boy Pocket
      Ausstattung w.o. und zusätzlich:
      • kleiner
      • chromfarben
      • betrieben mit 2 AAA-Batterien
      • kontrastreicheres LC-Display
      • später: Batteriestandanzeige
    • Game Boy Light
      Ausstattung wie Game Boy Pocket und zusätzlich:
      • größer
      • eine grüne ein- und ausschaltbare Hintergrundbeleuchtung
      • schärferes Display
      • Farben Gold und Silber
    • Game Boy Color
      Ausstattung wie Game Boy/Game Boy Pocket und zusätzlich:
      • Farbbildschirm mit 32.768 Farben
      • dünnere Gehäuseform (im Vergleich zum Game Boy)
      • Infrarot-Schnittstelle zum kabellosen spielen mit anderen Game Boy's
      • optional: Modul zur Fernbedienung anderer elektronische Geräte oder Übertragung von Spieldaten wie Highscores, etc.
      • abwärtskompatibel
      • Farben blau, rot, grün, gelb, hellgrün, türkis, lila, lila-transparent sowie einer limitierten gelben Pokémon-Auflage.

     
  2. Nintendo Game Boy Advance

    Nintendo Game Boy AdvanceZwar kann der Game Boy Advance alle Spiel der Nintendo Game Boy Reihe verarbeiten, unterscheidet sich jedoch in wesentlichen Punkten von seinem Vorgänger. Der Game Boy Advance (GBA) wurde von Nintendo im Jahr 2001 als Nachfolger des Game Boy Color in den europäischen Markt eingeführt.

    Wesentliche Neuerungen waren:

    • Technik auf dem Stand eines Super Nintendos
    • ein größeres Bild
    • eine veränderte Form (Quer- statt Hochformat)
    • Abwärtskompatibilität zu Game Boy- und Game Boy Color-Spielen

    Erweitert wurde die Modernisierung des Game Boys durch den Game Boy Advance SP mit dem Anflug eines Notebook-Design's. Nintendo Game Boy Advance SPDer SP beruht auf der Technik seines Vorgängers mit zusätzlichen Neuerungen:

    • Design
    • Display mit Klappfunktion
    • Bildschirm mit Beleuchtungsfunktion
    • Stromversorgung über auswechselbare Lithium-Ionen-Akku's
    • später: Austausch der Beleuchtung des LCD von vorne durch eine Hintergrundbeleuchtung
    • verbesserte Optik vergleichbar dem Nintendo DS o. Nintendo DS lite
    • Farben „Surf Blue“, „Pearl Pink“ und „Tribal“

     
  3. Nintendo DS

    Seit 2004 ist der Nintendo DS am Markt erhältlich. Er ist eine eigenständige Neuentwicklung zum Thema "Handheld" / mobile Spielekonsole und beansprucht nicht, Nachfolger des legendären Game Boys zu sein.
    Neben einer völlig neuen Konsolentechnik zeichnet sich der "DS" durch folgende Grundeigenschaften aus:

    • zwei LC Displays (daher auch "DS" für Dual Sreen)
    • ein eingebautes Mikrofon
    • berührungsempfindlicher Touchscreen am unteren Bildschirm
    • anschließbares Headset

    Damit können mobile Videospiele erstmals durch Berührung und/oder Spracheingabe gesteuert werden.
    Weitere Besonderheiten sind:

    • virtueller Raumklang
    • Kompatibilität mit Game Boy Advance-Spielen
    • vorinstalliertes Chatprogramm "PictoChat"
    • Multiplayer-Eigenschaften
    • Online-Spiele Option über den Internetservice Nintendo Wi-Fi Connection
    • WLAN-Funktionalität

    Durch die multimedialen Fähigkeiten ist die Nintendo DS vergleichbar mit portablen Media Player analog eines Apple iPhone oder einer Sony Playstation Portable.
    Weitere Varianten der Nintendo DS sind:

    • Nintendo DS Lite
      Nintendo DS LiteDie Nintendo DS Lite ist ein Neu-Design des Nintendo DS. Mit unverändert innerer Technik bietet die DS Lite folgende Veränderungen:
      • um 1/3 kleiner als die  Nintendo DS
      • längere Akkulaufzeit
      • kompaktere Bauform mit neuen Netzteilen
      • hellere und schärfere Displays (vierstufig regelbar)
      • kräftigere Farben
      • handlicherer Touchpen (Einschub rechts im Gerät)
      • hochwertigere Verarbeitung
      • Mikrofon in der Mitte des DS
      • Start- und Select-Knopf unterhalb der Feuerknöpfe
      • Verbesserung der Lautsprecher
      • Farben weiß, schwarz, pink, silber, rot, türkis und hellgrün
    • Nintendo DSi
      Nintendo DSiWesentliche Veränderungen/Ergänzungen zur DS/DS Lite:
      • zwei VGA-Kameras (Auflösung 640 × 480 Pixeln = 0,3 Megapixel) an der Außenseite und der Innenseite
      • kein GBA-Schacht mehr
      • Schacht für SD-Karten zur Speicherung von Bilder, Audio-Dateien und herunterladbarer Software
      • Bild- und Ton/Stimmen-Bearbeitungsprogramm vorinstalliert
      • Music-Player vorinstalliert
      • leichteres und flacheres Gehäuse, dabei etwas länger und breiter
      • hellere Bildschirme mit Zuwachs der Fläche um 17 %
      • Verbesserung der maximalen Lautstärke und der Soundqualität
      • Erhöhung der Prozessortaktung und des Arbeitsspeichers auf 16 MB
      • Nintendo DSi Shop für Spiele und Programme zum Download
    • Nintendo DSi XL
      Wesentliche Veränderungen: 
      • beide Displays auf 10,67 cm vergrößert

     
  4. Nintendo SNES (Super Nintendo Entertainment System)

    Nintendo SNESMit dem Nintendo NES entwickelte Nintendo die erste bedeutende, stationäre Spielekonsole die durch den Nintendo SNES 1990 seinen Fortgang erfuhr.
    Gedacht als Wettbewerbsprodukt zur bereits erfolgreich eingeführten Sega Mega Drive hatte die Nintendo SNES Konsole mit einem schwächeren Prozessor und Kompatibilitätsproblemen keinen guten Einstieg.
    Dennoch verkauft sich auch Nintendos zweite Konsole trotz technischer Defizite überproportional, was auf den guten Ruf Nintendos durch die NES-Konsole zurückzuführen war.
    SNES wurde bis 1998 produziert und weltweit ca. 49 Millionen Mal verkauft.


     
  5. Nintendo 64

    Der Nachfolger des SNES und die dritte stationäre Spielekonsole aus dem Hause Nintendo wurde von 1996 bis zum Jahr 2001 33 Millionen mal verkauft.
    Wesentliche Merkmale der Nintendo 64:

    • Controller Pak: 4 Anschlüsse an der Konsole und außergewöhnliche Form mit drei Griffen
    • Rumble-Pack: Erzeugen von Rüttel-/Vibrationseffekten
    • 4-MB-Erweiterung: Expansion Pak mit Aufrüstung des Arbeitsspeichers von 4 MB auf 8 MB
    • Transfer Pak: Übertragen von Game-Boy-Daten in ein N64-Spiel
    • farbige Gehäusevarianten (blau, grün, lila, orange und rot), später blau-gelbes Pokémon-Design

     
  6. Nintendo Game Cube

    Nintendo Game CubeDer Nintendo Game Cube ist seit 2002 im Handel erhältlich. Durch die zeitgleiche Beliebtheit der Playstation 2 und der XBOX erlangte die in Würfelform gebaute, stationäre Spielekonsole nicht den erwarteten Erfolg.
    Die Spiele-Hersteller vernachlässigten die neue Konsole und widmeten sich eher den Wettbewerben.
    Bis heute verkaufte Nintendo rund 21,5 Millionen GameCube – weit weniger als die Konsolen der Wettbewerber Sony und Microsoft, mehr jedoch als die Sega Dreamcast Konsole.

    Wesentliche Eigenschaften:

    • Würfelform
    • Einsatz optischer Datenträger (DVD)
    • Memory Card zur Speicherung von Spielständen
    • Controller mit digitalem Steuerkreuz und zwei analoge Sticks, vier Feuerknöpfe und ein Startknopf
    • Anschluß von bis zu vier Eingabegeräten
    • Rumble-Funktion
    • Farben Purpur, Schwarz und Silber

     
  7. Nintendo Wii

    Nintendo WiiDie Nintendo Wii ist die aktuelle, stationäre Videospiel-Konsole aus dem Hause Nintendo, erschienen 2006 mit einem neuartigen Controller, der zwar herkömmlichen Fernbedienungen ähnelt, jedoch über eingebaute Bewegungssensoren verfügt. Damit können die Position und die Bewegungen des Controllers im Raum wahrgenommen werden. Zudem lassen sich Spielfiguren oder Spielelemente auf dem Bildschirm bewegen. 

    Wesentliche Merkmale der Nintendo Wii:

    • Maße 157 mm × 215,4 mm × 44 mm
    • Gehäuse aus weißen, glänzenden Kunststoff
    • Eingabegerät "Wii-Fernbedienung"
    • "Wii Remote" mit Nunchuk-Erweiterung: Wii Remote Form einer Fernbedienung, per Referenzpunkte am TV ausgerichtet kann die integrierte Infrarotkamera die Position und Lage des Controllers relativ zum Bildschirm bestimmen. Dadurch ist es möglich, Spielfiguren und -Objekte auf dem Bildschirm zu bewegen. Vibrationseffekte können über das Rumble Pak erzeugt werden und ein interner Speicher sorgt für das Ablegen von Benutzerprofilen und Spieler-Avatare
    • "Wii Balance Board": Ein weiterer Controller, der aus vier betretbaren Sensorflächen besteht und eine Balance-Körper-Waage simuliert. Dabei werden Position und Körperverlagerungen per Bluetooth an die Konsole gesendet, um das Spiel zu steuern. Einsetzbar ist dieser Controller z.B. beim Spiel "WiiFit".
    • Onlinefähigkeit: Konzeption der Spielekonsole für den permanenten Internet-Anschluss, womit eine ständige Verbindung zu den Servern der Spiele-Hersteller aufrecht erhalten werden kann. Zudem können Nachrichten empfangen werden und Aktualisierungen der Wii-Software aufgespielt werden (WiiConnet24)
    • Multiplayer: Multiplayer-Spiele werden über die Nintendo Wi-Fi Connection angeboten
    • WiiSpeak: Ermöglicht die Sprachkommunikation zwischen zwei bis zu vier Konsolen.
    • WLAN-Funktionalität
    • Disc-Kanal: Ermöglicht Spiele über das eingebaute optische Laufwerk der Wii-Konsole zu laden
    • Virtual Console: Über die Virtual Console können durch Emulation Spiele für verschiedene Konsolen der letzten 20 Jahre, nämlich bisher NES, Super Nintendo, Nintendo 64, Sega Master System, Sega Mega Drive und Commodore 64 gespielt werden.
    • GameCube-Kompatibilität
    • Multimediafähigkeit: Wiedergabe von Bildern und Videos (nur JPEG-Format) von SD-Karte. Außerdem spielt der Kanal AAC-Dateien als Hintergrundmusik für Dia-Shows. Als Anzeigegerät kann ein HD-Ready-Fernseher genutzt werden.

    Classic ConrollerDie Nintendo Wii steht im Wettbewerb zur Playstation 3 und XBOX 360. Die vielfältigen Möglichkeiten nicht nur als Spielkonsole sondern auch als Medium für Bewegungsanimationen schaffen ein breites Nutzerpublikum.
    Außer der Kompatiblität zur Nintendo Game Cube bietet sie Anschlussmöglichlichkeiten zur portablen Nintendo DS.

    Zubehör:

    • Controller Wii-Remote
    • Nunchuk-Erweiterung
    • Classic Controller
    • Classic Controller Pro
    • RGB-Kabel, für eine verbesserte Darstellung im 50- oder 60-Hz-Modus
    • YPbPr-Komponentenkabel, für Darstellung im 480p bzw. 576i Modus
 

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